Am Rand….

Vollmond 13/14.10.2019

Hallo Zusammen und willkommen bei meiner weiteren Doku zu Vollmond von 13 auf den 14 Oktober 2019, diesmal zu den Randgebieten.

Ich habe die Bilder so geordnet, damit ein logischer Ablauf, beginnend im Westen des Mondes über den Norden runter zur Ostseite, dargestellt werden konnte. Die Aufnahmezeiten variieren deshalb entsprechend bei den Beschriftungen.

Zusätzlich ist noch eine Aufnahme von Südwesten dabei, wegen der Besonderheit die da zu sehen ist!

 

23.25h MESZ: Oceanus Procellarum, Einstein, Dalton, Balboa, Eddington, Kafft, Seleucus, Schiaparelli, Herodotus, Vallis Schröteri, Rima Marius.

 

00.53h MESZ: Oceanus Procellarum, Voskresenskiy, Rontgen, Aston, Lavoisier, Lavoiser A, Lichtenberg.

 

 00.46h MESZ: Sinus Roris, Bunsen A, Mclaughlin, Galvani, Repsold, Volta, Regnault, Xenophanes, Markov, Oenopides, Mare Frigoris, Harpalus, Sharp.

 

22.48h MESZ: Sinus Roris, Volta, Regnault, Xenophanes, Cleostratus, Boole, Pythagoras, Oenopides, Babbage, J. Herschel, Anaximander, Mare Frigoris, Harpalus, Bouguer.

 

22.24h MESZ: Boole, Pythagoras, J. Herschel, Anaximander, Carpenter, Desargues, Pascal, Brianchon, Poncelet, Anaximenes, Philolaus, Fontenelle, Mare Frigoris.

 

00.14h MESZ: Philolaus, Anaxagoras, Goldschmidt, Silvester, Hermite, Byrd, Gioja, Nansen, De Sitter, Main, Challis, Scoresby, Meton, Euctemon, Baillaud, Neison

 

00.11h MESZ: Nansen, Baillaud, Neison, Petermann, Cusanus, Hayn, Strabo, Thales, Democritus.

 

01.26h MESZ: Hayn, Belkovich, Mare Humboldtianum, Mercurius, Hayn A, Endymion B, Strabo, Thales, Endymion.

 

23.57h MESZ: Riemann, Gauss, Hahn, Berosus, Lacus Spei, Nessala, Geminus, Bernoulli.

 

23.48h MESZ: Mare Crisium, Condorcet, Hansen, Alhazen, Mare Marginis, Neper, Mare Undarum, Wildt.

 

01.45h MESZ: Gilbert, Kastner, La Perouse, Kapteyn, Barkla, Langrenus, Mare Fecunditatis, Goclenius, Gutenberg, Messier, Messier A.

 

02.07h MESZ: Lacus Excellentiae, Lacus Timoris, Heinzel, Schiller, Schickard.

Auf dieser Aufnahme sehen wir neben anderen Attraktionen wie z.B. die beiden Lacus, den auffällig geformten Krater Heinzel und den mit seiner länglichen Form ebenfalls dadurch auffälligen Krater Schiller. Doch die absolute Sehenswürdigkeit ist der Krater Schickard. Bei dieser Beleuchtung sieht man zwar NUR den Kratergrund, der aber so erst richtig zur Geltung kommt. Es geht da um die auffallend dunklen Randgebiete im Kratergrund. Bei Recherchen im Web + wälzen einiger Mond-Bücher konnte ich einiges zu diesem interessanten Krater an Infos zusammentragen.

Der Krater Schickard ist ein über 3,8 Milliarden Jahre alter Krater, der eine bewegende Geschichte hinter sich hat. Nach seiner ursprünglichen Entstehung füllte sich der Krater mit Lava, die von unten über Ritzen und Risse hochströmte und sich nach dem abkühlen der Lava (aus der Tiefe) ein vollständig dunkler Kratergrund bildete. Eine Million Jahre danach, wurde der Kratergrund vollständig, mit einer bis zu 200m dicken Gesteinsschicht bedeckt, die ihren Ursprung in der Entstehung des Mare Orientale hatte. Später, da Schickards aktive Phase noch nicht ganz abgeschlossen war, floss erneut Lava aus der Tiefe herauf und füllte nur noch den nördlichen und südlichen Teil des Kraters auf. Vor 3,6 Milliarden Jahren war dann alles soweit zum stillstand gekommen, und dadurch sehen wir heute den uralten Krater (Grund) mit seinen typischen dunklen Flecken im Nordwest und Südostrand sowie dem hellen Mittelteil des Kratergrundes.

 

Equipment: C11 bei 2800mm Brennweite, ASI290mm, TS IR Blockfilter + Baader CCD RGB-RFilter.

Beste Grüße aus der Schweiz und allseits CS,

Jozef

 

Jozef Cukas

Baujahr 57. Mein Schwerpunkt bei der Astronomie gilt seit Herbst 2013 der Bildgewinnung der dynamischen Prozesse der Sonnenphänomene. Dies führte nicht zuletzt dazu, dass ich nach und nach auch entsprechende Hydrogenalphateleskope für meine stets wachsenden Ansprüche selbst realisierte. Astronomie allgemein, begeistert mich bereits seit 1996. Betste Grüße aus der Schweiz und allseits CS, Jozef

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