Das Experiment

105+

Hallo Sternfreunde,

gestern Abend 25.05.18 ging es um ein kleines Experiment zwischen Kalle und mir.
Die technische Übernahme meines Teleskops mit Kamera aus der Ferne.

Zum Aufbau kam mein Teleskop (wie bekannt) mit der Software „Stellarium“, einer neuen CMOS
Kamera mit Software und ein wenig Technik.

Eigentlich wollte ich gegen 21:00 Uhr absagen, der Himmel voller Zirren und Höhenwolken,
sehr bescheidenes Seeing und mittelprächtige Thermik. Keine guten Voraussetzungen, aber
es ging ja um ein Experiment. Was hat uns dahin bewegt?

Es geht um die Möglichkeit, ein Teleskop aus der Ferne zu bedienen. Ohne Kabel die durch
ein Fenster gereicht werden und schon gar nicht über 40 Km. Wenn es funktioniert, spielt die
Entfernung keine Rolle.

Bild © Stellarium

So haben wir uns dann gegen 21:00 zusammen geschaltet und Kalle konnte von seinem
Arbeitszimmer aus mein Teleskop übernehmen. Es gab nur ein sinnvolles Ziel, unseren Mond.
Schön mit weißen Hof verschleiert.

Eine kurze Einweisung in die Software und schon wurden alle Filter durchgespielt. Die grüne
Wellenlänge ergab den höchsten Kontrast (bei weiß blauem Himmel kein Wunder).
Der Seeing Monitor signalisierte uns…lasse es einfach bleiben…!!

Nun gut, dass Teleskop bewegte sich magisch gesteuert (von Kalle) durch den noch hellen
Nachthimmel. Geht denn schon Jupiter? Visuell war er noch nicht zu sehen. Also anfahren!
Oh…siehe da, ein springender Ball mit Wolkenbändern zeigte sich auf dem Monitor.

Kalle hat ihn zuerst entdeckt, den hüpfenden Schattenwurf von Io. Zeitweise deutlich auszumachen   😆

Da geht doch noch mehr?!… gegen 22:30 Uhr…also M13 anfahren.
Was für ein Irrsinn bei diesem Himmel… aber auch M13 zeigte sich.
Gegen 23:00 haben wir dann langsam abgebrochen. Aus Freude an der Sache hat Kalle noch
eine Aufnahmesequenz „Mond mit 2000 Bildern“ ausgelöst. Hier das Ergebnis bei grüner
Wellenlänge, Lambda=520 nm – Software / AutoStakkert

Galerie

Uns hat es Spass gemacht…warum? Ab einem gewissen Alter möchte man Mittags nicht mehr
in der prallen Sonne stehen oder kalte Winternächte im Freien verbringen.
Das Arbeiten an einem Monitor mit angenehmer Umgebung kommt uns entgegen  😀

Anbei noch eine Aufnahme (M51)  (20 Bilder mit UV/IR cut) auf die Schnelle  😯

Und noch ein schöner Nebeneffekt: Gemeinsames Beobachten (Telefon läuft parallel)
ohne das einer nachts übernächtigt nach Hause fahren muss. Das ersetzt natürlich nicht
das tatsächlich „gemeinsame“…aber es ist eine angenehme Alternative.

wer nähere Infos erhalten möchte, schreibt einfach an: info@astronomie-teilen.de

Beste Grüße, CS (Kalle & Thomas)

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