Der Katzenaugennebel NGC 6543 4


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Hallo Sternfreunde,

was geht denn mit 5 Zoll im Grenzbereich der Möglichkeiten unter Berücksichtigung der lokalen und physikalischen Grenzen?

NGC 6543 der Katzenaugennebel, ein Planetarischer Nebel im Sternbild Drache, der seinen Namen dem sichtbaren Bild in einem größeren Teleskop (ab 16 Zoll) verdankt.
Anfang 1786 wurde er von Wilhelm Herschel entdeckt. Der PN NGC 6543 besitzt eine sehr hohe Oberflächenhelligkeit und fotografisch lässt sich eine scheinbare Ausdehnung
von etwa 6×0,3′ nachweisen. In der Entfernung des Nebels von mehr als 3000 Lichtjahren, entspricht das einer tatsächlichen Ausdehnung von ca. 6 Lichtjahren.
Der Zentralstern mit etwa 80.000 Kelvin Oberflächentemperatur ist nur wenig schwerer als unsere Sonne (5.778 Kelvin) und hat dabei 2/3 vom Sonnendurchmesser, er scheint aber 1000 mal heller.
Aufgrund seiner Entfernung ist seine scheinbare Helligkeit mit nur 20 mag so gering, dass er nur in großen Teleskopen visuell sichtbar wird.

Aufnahmebedingungen: Seeing (3-4) Durchsicht / Transparenz: sehr mäßig (4.2 mag) 01.09.2018

Diese Aufnahme entstand an einem 5 Zoll EDAPO + FFC (7.5fach) mit einer äquivalenten Brennweite
von 14.000 mm. Damit ist unter den lokalen und physikalischen Bedingungen die absolute Grenze erreicht.
Erkennbar sind noch einige Galaxien mit 14,8 mag.
Die gesamt Belichtungszeit im Bereich Ha und OIII betrug 2 Stunden.

100% Crop

Ansatzweise zu sehen, der Sternwind hat die innere Blase des Nebels ausgehöhlt und zum Durchbrechen der Blase an beiden Enden geführt.

Hier ein Größenvergleich bei gleicher Brennweite (Folgeaufnahme) in gleicher Nacht.
Die Grenzen der Auflösung sind deutlich zu erkennen bzw. überschritten!
Hantelnebel: NGC 6853 siehe Vergleichhttps://astronomie-teilen.de/der-hantelnebel-m27-ngc6853/

und eine weitere Aufnahme zum Vergleich der Brennweite gegen 03:30 Uhr -das Objekt dürfte bekannt sein  😆

Resümee: Weniger ist oft mehr – dennoch sollte jeder die Grenzen
seines Equipments ausloten, dass spart später Zeit und bringt einen
Zugewinn an Erkenntnissen.

Euch Allen eine gute Zeit und Start in die neue Woche,

CS Thomas


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4 Gedanken zu “Der Katzenaugennebel NGC 6543

  • H. Joachim Klötzler

    Hallo Thomas.
    Gratuliere zu den schönen Aufnahmen. Trotz der bescheidenen Bedingungen an diesem Abend ein super Ergebnis!
    MIt Katztenaugen kennst du dich ja scheinbar gut aus….

    CS. Achim

    • Thomas Schiffer

      Hallo Achim,
      herzlichen Dank für dein Feedback!
      Habe es bereits in deinem Beitrag erwähnt, die Nacht war eher bescheiden…
      Aber das hält uns nicht ab, wenn die Zeit und die lieben Menschen um uns herum, es zulassen 🙂
      Wünsche Dir noch einen schönen Abend und gute Woche, CS Thomas

  • Karl Heinz van Heek

    Hallo Thomas,
    schon wieder zeigst Du uns was alles mit 5″ geht und die Ergebnisse damit sind einfach Klasse! Hier in unserem Breitengrad muss man eben leider weg von der großen Öffnung, weil eben viel zu wenig Nutzbar! Umso schöner ist es, das wir mit unseren kleinen Öffnungen viel Spaß haben und unsere Ergebnisse nicht verstecken brauchen…… 😉
    Danke fürs Zeigen und Teilen
    Kalle

    • Thomas Schiffer

      Hallo Kalle,
      herzlichen Dank für Dein Feedback.
      Wo die Grenzen der Öffnung sind, dass werde ich noch austesten. Die des 5 Zöllers habe ich gefunden. Ich entsinne mich sehr gut an eine phantastische Aprilnacht bei Hans (schon ein paar Jahre her), mit Georg zusammen am 16 Zöller und 4mm Okular den Katzenaugennebel als solchen auch war genommen zuhabe. Das „Blau“ aus der OIII Linie kam natürlich nicht so kräftig und der Zentralstern mit 20 mag, keine Chance.
      Das macht schon eine menge Spass und die neue Technik öffnet neue Horizonte.
      Beste Grüße und CS, Thomas