Jupiter – ein erster fast erfolgreicher Versuch 29


Liebe Sternfreunde,

ich weiß, Ihr kennt das alles schon aus eigener Erfahrung, aber für mich ist es erst mal ein Erfolgserlebnis:

Vor einigen Tagen habe ich bei nicht ganz wolkenfreiem Himmel die neu um meine Betonsäule aufgebaute „Beobachtungsplattform“ eingeweiht. Für den Abend war – nach meiner Interpretation – einigermaßen taugliches Seeing vorhergesagt. Es war zwar fast perfekter Vollmond, ich wollte aber trotzdem fotografieren – mein erster Planeten-Versuch – und hatte mir deshalb Jupiter vorgenommen.

Nach langen technischen Anfängerproblemen hatte ich den Planeten ordentlich eingestellt und die G11 führte sauber nach. Leider hüpfte das Scheibchen schon visuell wild durchs Bild, anders als ich mir das nach dem Wetterbericht vorgestellt hatte.

Ich habe die ASI 120mm trotzdem montiert und bekam nach einigem Probieren ein taumelndes Scheibchen auf den Monitor. Nach vier Filmen schleppte ich das Equipment wieder ins Haus und ich konnte gegen ein Uhr das Ergebnis sichten und weiter bearbeiten.

Einer der wenigen guten Frames aus dem Film als Beispiel zeigt das noch nicht sehr begeisternde erste Resultat:

Der nächste Bearbeitungsschritt mit AutoStakkert zeigte zwar eine Verbesserung, insgesamt war’s aber bei keinem der AVIs viel mehr als in diesem Einzelframe, auch nicht nach ein wenig Nachbearbeitung. Einigermaßen ernüchtert ging ich viel später Schlafen. Du musst noch viel üben, dachte ich und schaute mir zur Aufmunterung vor dem Ausschalten der Leselampe in der Galerie noch einmal Eure perfekten Bilder an. Na ja, die machen das alles schon viel länger, die Optiken sind viel mächtiger, mein Seeing war wirklich gruselig, bestimmt war nix richtig scharfgestellt, die Optik ist dejustiert und vielleicht überfordert mich das einfach alles, Mist! Warum kaufe ich das teure Zeug erst und probiere nachher, ob ich das nötige Talent habe!

Das ließ mir dann nach dem Aufwachen doch keine Ruhe. Auf dem Desktop hatte ich doch das runtergeladene und nie benutzte Fitswork, kann nicht schaden, noch einmal die Nachbearbeitung damit zu probieren.

Zuerst habe ich weiter mit AutoStakkert experimentiert und die Anzahl der zu verwendenden Frames variiert. Jetzt war teilweise ein bisserl mehr zu sehen. Mit Fitswork habe ich dann an der Schärfe mit den verschiedenen angebotenen Verfahren „rumgespielt“ und plötzlich gab es Details, die vorher nicht zu erkennen waren, trotz Seeing, wunderschön. Ist zwar ein wenig übertrieben, aber ich sehe wenigstens etwas.

Klar geht das besser, auch mit diesem Material, ich übe ja weiter, sowohl bei der Bearbeitung als auch vorher bei der Aufnahme. Erst mal aber freue ich mich unheimlich über das Ergebnis und bin richtig motiviert. Jetzt fehlt nur noch das Wetter. So lange kann ich ja versuchen, aus dem Chaos noch mehr Details raus zu zaubern.

 

CS,

Ralph


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29 Gedanken zu “Jupiter – ein erster fast erfolgreicher Versuch

  • Thomas Schiffer

    Hallo Ralph,
    ich habe die Datei nun durch vier verschiedene Programme laufen lassen.
    Für mich gab es keinen weiteren Detailgewinn. Der Kontrast ist ja Geschmackssache.
    Wenn hier keiner andere Ergebnisse erzielt, darf man die Bildbearbeitung
    ausschließen und sich auf die anderen Faktoren konzentrieren.
    Seeing -> Fokuslage -> Teleskop
    Soweit mein Status zum Thema.
    Beste Grüße, Thomas

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      danke für Mühe & Hilfe! Ich habe auch noch einmal Nachbearbeitung versucht. Die Ergebnisse wurden eher schlechter. Das war wohl das Ende der Fahnenstange.

      Das Problem war wie Du vermutest nicht nur das Seeing.

      Ich hatte auch bestimmt nicht richtig fokussiert. Dazu hat Hans einen Tipp fürs nächste Mal gegeben, werde ich versuchen.

      Ich bin ziemlich sicher, dass zudem die Optik nicht ganz perfekt ist: Durch Drücken gegen den OAZ hat sich die Schärfe kurz verbessert. Das war reproduzierbar. Könnte leicht verkippt sein. Der OAZ des VMC lässt sich sehr einfach justieren ohne etwas zerlegen zu müssen. Ich habe aber keine Erfahrung und will nicht alles verstellen und ohne ruhige Sterne oder Technik bringt das Rumprobieren wohl eh nichts.

      Ich fange vielleicht besser ein neues Thema zur Justage an. Gute Idee?

      Außerdem werfe ich in den nächsten Tagen das Material wieder aus der Cloud um Platz zu machen, wenn es niemand mehr braucht.

      CS
      Ralph

  • Thomas Schiffer

    Hallo Ralph,
    ich bekomme aus der Cloud nur eine *.ser Datei unter Windows.
    Kann es sein, dass du mit Apple arbeitest?
    SER-Dateien sind Textdateien, die in erster Linie Unknown Apple II File (found on Golden Orchard Apple II CD Rom) oder auch mit Webalizer.01 Language File, Java Serialized Object File (Sun) und FileViewPro assoziiert werden….
    Wir brauchen dann schon eine AVI Datei ☹

    Beste Grüße, Thomas

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      ich arbeite normal mit Apple, bloß die komplette Astro-Software habe ich auf einem Windows-Laptop. Da gibt es für mich einfach mehr Auswahl und Kompatibilität, eben um so etwas wie Du vermutet hast zu vermeiden.

      Wer ist „wir“ indiesem Fall? Ich habe die böse „.ser“-Datei mit FireCapture, neuestes Release, unter Windows 7 erzeugt. Das waren die Standard-Einstellungen, hat FireCapture selbst verbrochen. AutoStakkert, ebenfalls neuestes Release unter Win 7, öffnet sie sauber, sieht man auf meinen Screenshots auch, glaube ich. Hast Du das versucht, oder abgebrochen sofort nachdem Du die unpassende Extension entdeckt hast? Einfach mal probieren. Wir Autostakkert-Nutzer müssten jedenfalls damit klar kommen.

      Wenn das bei Deiner Hard-/Software-Kombi nicht funktioniert, tut es mir leid. Beim nächsten Mal versuche ich gerne, gleich bei der Aufnahme AVIs zu erzeugen. Jetzt ist es natürlich zu spät.

      CS (zur Zeit ein frommer Wunsch) & gute Nacht
      Ralph

      • Thomas Schiffer

        Hall Ralph,
        mit „wir“ meine ich uns bzw. alle mit Zugang zur Cloud (Verteiler der Mail).
        Die Dateiendung war mir nicht geläufig und Win10 bzw. mein Rechner gibt
        ein paar Alarmmeldungen aus bei unbekannten Dateitypen. Wo ist denn der
        Vorteil von *.ser -gegenüber *.avi? Geht es hier um Datendurchsatz an der
        USB Schnittstelle? Oder um Dynamikumfang des Einzelbildes?
        Nun denn…ich bin gespannt wer welche Resultate aus der Datei erzielen kann 🙂
        Beste Grüße und CS Thomas

        • Jozef

          Hallo Thomas.
          Die SER sind unkompliziert! Ich habe es auch kurz angewendet. Ich konnte zumindest in meinen Sonnenaufnahmen keine Vorteile gegenüber AVI Format lokalisieren….. Lästig war auch, dass die Streams nicht angeschaut werden konnten. Erst nach dem Stack hatte man sozusagen gesehen was man verbrochen hatte. 😉

          Schöne Grüsse Jozef

          • Jozef

            Mein Mac sein sein Korrektur wann…..
            „Die SER sind „“unkompliziert!““ sind unkomprimiert ! sollte das heissen

        • Ralph Staiger Autor des Beitrags

          Hallo Thomas,

          die Frage nach „wir“ hätte besser geheißen „wer hat denn noch Probleme?“, das meinte ich auf der Suche nach Ursachen, entschuldigung! Wenn die Datei wie Jozef sagt unkomprimiert ist, könnte evtl. mein altes Notebook bei der Aufnahme durch die eingesparte Rechenleistung besser damit klarkommen. Ist aber nur eine Vermutung. Das wäre dann ein Vorteil.

          Die FireCapture-AVIs sind aber auch unkomprimiert, wenn ich richtig gelesen habe. „.ser“ wäre dann kein Vorteil. Wenn man den Film auch noch nicht ansehen kann (hatte ich vor dem Einlesen in AutoStakkert gar nicht versucht, dort gehts), dann ist es unpraktisch. Ich versuche beim nächsten Mal AS die AVIs beizubringen, dann ist es kompatibel bei allen.

          CS (es regnet noch immer Bindfäden hier, aber morgen und übermorgen …)
          Ralph

  • Georg Görgen

    Hallo Ralph,

    freut mich sehr deine ersten Jupiterbilder zu sehen!
    Das schaut für den Anfang doch schon ganz ordentlich aus! Unsere ersten Aufnahmen waren sicherlich deutlich schlechter. Allerdings ist heute die Technik ja auch immer besser geworden und dank der passenden Bildbearbeitung sehr viel möglich.
    Da wirst du sicherlich noch viel dazu lernen können und auch in den zahlreichen Schlechtwetterphasen in der Eifel einige Zeit am PC verbringen;-)
    Ich bin gespannt was eventuell noch aus deinem Material rauszuholen ist…
    Generell ist aber wie ja schon bei den Anderen erwähnt wohl das Seeing der größte Einflußfaktor… und das Seing bei uns in der Eifel lässt da ja leider sehr zu wünschen übrig.
    Da ist das Gerät gar nicht so entscheidend. Eine der besten Saturnaufnahmen ist mir mit HP mal mit einem C8 gelungen, allerdings bei sehr gutem Seeing. Sicherlich gibt es bessere Planetengeräte, aber bei sehr gutem Seeing kann man auch sicherlich mit deinem VLC guter Ergebnisse erzielen!

    Also weiterhin Gutes Gelingen!

    Gruß Georg

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Georg,

      das ist ermutigend, danke!

      Ich bin sowieso mit dem VMC noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen. Vermutlich war die Aufnahme nicht richtig scharfgestellt, habe mehr geraten als präzise gearbeitet. Außerdem scheint die Justage des Teleskops noch verbesserungswürdig. Wenn mal wirklich ruhige Luft ist, oder wenn mir etwas anderes als Sterne als Testobjekt gelingt, kann ich da bestimmt noch optimieren. In dem Gewabere war die Ursachenforschung halt schwierig.

      Solange das noch nicht ausgereizt ist, will ich nicht über das VMC jammern.

      CS
      Ralph

  • Thomas Schiffer

    Hallo Sternfreunde,

    ich werde Euch einen Zugang zu meiner Cloud senden. Dort haben wir dann die
    Möglichkeit Dateien abzulegen um Sie dem Kreis zur Verfügung zu stellen.
    @ Lieber Ralph, würdest du uns dann dein AVI einstellen? – dann könnten wir
    an einer weiteren Kategorie arbeiten (Bildbearbeitung)

    Beste Grüße und CS Thomas

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      das ist sehr gut, mache ich gerne. Außerdem habe ich eben per P.N. mit Hans korrespondiert und ihm ein neues, hoffentlich besseres, Summenbild und die dazu gehörenden Bildschirmfotos mit den AutoStakkert-Einstellungen geschickt. Die passen ja auch zu dem AVI, denke ich. Vielleicht sieht man daraus am besten Verbesserungspotenzial bzw. Ursachen für schlechte Ergebnisse.

      CS
      Ralph

      • Karl-Heinz van Heek

        Hallo Ralph,
        siehste, was habe ich Dir geschrieben; Hilfe von allen Seiten 😉
        Was vielleicht auch entscheidend ist, Dein VLC ist nicht unbedingt das optimale Teleskop für Astroaufnahmen an Planeten,Mond u.evt. Sonne. Deep Sky noch brauchbar, aber sonst…Wenn Du überwiegend Planetenaufnahmen machen willst, rate ich Dir zu einem guten Refraktor mit nicht allzu großer Öffnung ( max. 5-6″ bezogen auf unseren Seeing Verhältnissen!! ) Viele Sternfreunde sprechen nur von der Brennweite und Öffnung, vergessen aber ein wichtiges Kreterium, die Wellenfront der Öffnung! Tatsache ist, das ein Bild im 4″ immer ruhiger ist als im 8″ oder 10″ selbst bei gleicher Brennweite! Dies kannst Du aber überrall im WWW finden und nachvollziehen….
        CS
        Kalle

        • Ralph Staiger Autor des Beitrags

          Hallo Kalle,

          hast ja recht, ich habe eine Hilfe-Lawine losgetreten und freue mich natürlich darüber. Kommt aber auch schön viel Traffic auf unsere Seite. Auch das ist gut.

          Zum Refraktor-Thema: Eigentlich wollte ich sowieso ein Thema dazu aufmachen, habe es aber noch im Entwurf geparkt, weil mir unwohl dabei ist, mit diesem Teleskop noch kaum angefangen zu haben und dann schon die Pferde zu wechseln, Ich möchte gerne mit dem Spiegelteleskop so lange weiter probieren, bis ich 1.) die Grenzen gefunden habe und 2.) der Kohlevorrat zusammen gekommen ist, also eher in einem Jahr. Bis dahin können wir ja diskutieren, welcher Refraktor wirklich richtig ist, und ich muss mit mir selbst diskutieren, was ich eigentlich damit machen will. Mein Thema kommt noch, wenn’s niemand vorher anfängt.

          Rein wegen der Technik-Faszination und wegen der Hoffnung auf eine viel besser zeichnende Optik natürlich lieber heute als morgen. Gegoogelt habe ich ohne Ende dazu, nur durchgeschaut bis jetzt bloß durch Reflektoren. Vielleicht gibt es mal die Gelegenheut, bevor ich viel Geld in den Sand setze, Ist ja Zeit genug.

          CS
          Ralph

          • Karl-Heinz van Heek

            Hallo Ralph.
            „Rein wegen der Technik-Faszination und wegen der Hoffnung auf eine viel besser zeichnende Optik natürlich lieber heute als morgen. Gegoogelt habe ich ohne Ende dazu, nur durchgeschaut bis jetzt bloß durch Reflektoren. Vielleicht gibt es mal die Gelegenheut, bevor ich viel Geld in den Sand setze, Ist ja Zeit genug.“

            Ja und da wären wir wieder bei dem Thema Seeing ;-)“ Einige von uns wollen sich nun seit über einem Jahr zu einem Vergleichtest von verschiedenen Refraktoren mit fast gleichen Parametern treffen. Bis Dato war nichts drin….
            In der Hoffnung das Deine Feststellung „Ist ja Zeit genug.“zutrifft, kann es ja nur besser werden ;-))
            CS
            Kalle

  • Jozef Cukas

    Hallo Ralph.
    Soeben habe ich einen Beitrag zum Seeing eingestellt….. lustig! ist und wird immer ein Thema bleiben….
    Was zu sagen wäre, ich zitiere hier gleich Thomas: „in deinem Beitrag hast du mehrere Kategorien angesprochen. An einer können wir aber nichts ändern…das lokale Seeing!“ LEIDER

    Deine einstig ist Dir aber gelungen, das steht fest! Mit der „Übung“ und Erfahrung werden auch die Resultate besser, wie Du webst ja schon schreibst. Also dran bleiben.

    Schöne Grüsse aus der Schweiz, Jozef

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Jozef,

      danke für Deine aufmunternden Wünsche! Das mit der Übung und Erfahrung wird sich noch länger hinziehen. Ich arbeite an vielen offenen Baustellen. Die Nachbearbeitung ist nur eine davon. Mehr: Kampf mit Montierung/Steuerung, Justage der Teleskopoptik, Optimierung meiner Auf- und Abbauzeiten, … Es braucht offenbar Geduld.

      Einen schönen Beitrag zur Luftunruhe hast Du eingestellt. Genau so sah es auch am Jupiter aus.

      Viele Grüße aus der Nordeifel,
      Ralph

      • Jozef Cukas

        Hallo Ralph.
        „Einen schönen Beitrag zur Luftunruhe hast Du eingestellt.“ herzlichen Dank.

        Ich würde Dir gerne eine gute Software zur Bildbearbeitung empfehlen, die ich bei meinen Sonnenaufnahmen einsetze. Ich habe damit auch meine Mondaufmahnem bearbeitet und bin der Meinung, dass es dem Jupi auch einiges abgewinnen könnte. Probieren kostet ja nichts!
        https://stargazerslounge.com/blogs/entry/1808-imppg-image-post-processor/

        Weiterhin viel Erfolg, Jozef

        • Ralph Staiger Autor des Beitrags

          Hallo Jozef,
          danke für den Software-Hinweis! Ich habe den ImPPG installiert und am Jupiter probiert – funktioniert sehr gut. Vielleicht gelingt es, mehr aus dem Material heraus zu holen. Ich über weiter.
          CS
          Ralph

  • Hans Kirch

    Na, das sieht doch schon vielversprechend aus!
    Ralph, ich erinnere mich noch gut an meine erste Jupiteraufnahme mit der Philips-Webcam:
    ein kleines Etwas mit zwei Streifen drauf. Aber ich war hin und weg. So scheint es dir auch
    zu gehen, und das ist der erste Schritt zur weiteren Erfolgen.
    Ein paar Dinge: Ich würde beim nächsten Versuch (heute Abend?) die Kamera im Okularauszug so drehen,
    dass der Jupiter waagerecht liegt. Das kommt umseren gewohnten Anblick entgegen..
    Den Fokus zu finden ist bei dem Gewabere sicherlich nicht einfach. Ich schwenke meist nach rechts oder links bis
    ich einen Mond finde und fokussiere dann. Bei Firecapture setze ich das Histogramm auf ca. 60%. Dann werden
    die hellen Bereiche des Bildes nicht ausgebrannt.. Mach mal ein Video von ca. 1,5 Minuten. Bei der Brennweite macht
    sich die Rotation des Planeten noch nicht so stark bemerkbar. Dann hast du sicherlich ein paar tausend Frames, aus denen
    AutoStakkert dir dann die besten raussuchen kann. Übrigens schärfe ich mit AutoStakkert schon ein wenig. Den Button findest
    du bei den Stack Options. Wenn du möchtest, kannst du mir mal ein AutoStakkert-Bild schicken.

    Und nun wünsche ich dir viel Erfolg, auf dass deine Festplatte so richtig voll wird.
    Hans

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Hans,

      danke für die Hinweise!

      Kamera drehen ist eine gute Idee, sieht bestimmt besser aus. Auch das Fokussieren an den Monden werde ich probieren, das war wirklich ein Problem, danke. Die Einstellungen probiere ich mal. Das Ausbrennen kommt vermutlich vom Schärfen und von der Einstellung beim Aufhellen in Fitswork, habe ich also erst später zerstört. In AutoStakkert ist das Summenbild noch besser, halt ein wenig dunkel.

      Ich versuche mal, Material zu schicken oder bereit zu stellen. Vielleicht enthält der Film mehr als mein kaputtgeschärftes Endresultat. Ich denke, meine Bearbeitung des Films in AutoStakkert ist eine Schwachstelle – wäre ja schön! Da werde auch ich noch weiter suchen.

      Mit heute Abend ist’s wohl nichts, zumindest in Strauch.

      Nächste Woche bin ich in der tiefen Eifel mit dem WoMo. Vielleicht darf die Ausrüstung mit und vielleicht passt das Wetter. Ich hoffe.

      CS
      Ralph

  • Thomas Schiffer

    Hallo Ralph,
    in deinem Beitrag hast du mehrere Kategorien angesprochen. An einer können wir aber nichts ändern…das lokale Seeing!
    Alle anderen Faktoren sind zu beeinflussen.
    Glaube mir, ich habe auch viel Geld versenkt und den Katalogen und bekannten Foren zu viel Aufmerksamkeit geschenkt.
    Wir haben wahre Spezialisten im Bereich der Bildbearbeitung.
    Bestimmt kann dir Hans wertvolle Tipps geben. Seine Resultate sprechen Bände!

    Zum Teleskop: Einige von uns haben bewusst abgerüstet. Weniger Brennweite, weil zu oft schlechtes
    Seeing bei unserer geographischen Lage. Sollte das Seeing mal perfekt sein, kann man nach oben durch gute Hardware aufstocken.
    In entgegengesetzter Richtung ist es schwieriger.
    Die Kamera… da gibt es auch sinnvolle Steigerung. In unserem Kreis sind verschiedene im Einsatz. Einem Vergleich und den Erfahrungswerten steht nichts im Wege.
    Bitte gebe in deinem Bericht doch das komplette Equipment an. Zur Zeit wissen wir nur
    G11 und ASI 120 (die mm kann ich nicht einordnen)
    Für die Angabe der tatsächlichen Brennweite rechne bitte folgende Faktoren:
    Brennweite Teleskop x CF = xxx
    CF = Crop Faktor der Kamera
    der CF wird wie folgt berechnet:
    CF = SKB / SV
    SKB = Sensorbreite des Kleinbildsensors = 36mm
    SV = Sensorbreite des Vergleichssensors

    bei zum Beispiel der ASI 130 ergibt das: 36mm / 6,66mm = 5,41
    Bezugsgröße ist das Kleinbildformat.

    Vielen Dank für deinen Beitrag und ich bin gespannt wie es hier weitergeht!
    CS Thomas

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      danke für Deinen Kommentar! Zu Deiner Frage nach dem Equipment ein Mal ausführlich:

      Die Montierung ist eine Losmandy G11 mit einer Gemini 2 Steuerung. Ich steuere bisher nur mit dem Handcontroller, nicht vom Laptop aus. Auf der Betonsäule bleibt nur ein Adapter. Alles andere incl. Strom und so baue ich für jede Beobachtung auf und ab – blöde Schlepperei.

      Mein einziges richtiges Teleskop ist ein Vixen VMC 200L, 200/1950 mm.

      Fotografisch benutze ich die ZWO ASI 120 MM, das ist die monochrom-Variante. Benutzt Hans auch, glaube ich. Er nimmt dann noch Farbe mit der 120 MC auf (richtig, Hans?). ZWO gibt 1/3 Zoll für den Sensor an.

      Software war für die Aufnahme Fire Capture und für die Nachbearbeitung Fitswork.

      Prinzipiell hätte ich noch den Lacerta MGEN Autoguider. Kommt aber erst richtig zum Einsatz, sobald ich die anderen Komponenten beherrsche.

      Der Crop-Faktor der ASI 120 ist, wenn ich richtig rechne, 36 mm / 8,47 mm = 4,25
      Die tatsächliche Brennweite wäre dann 1950 mm x 4,25 = 8.287,5 mm

      Jetzt frag‘ nicht noch nach den genauen Aufnamedaten. Die schreibe ich beim nächsten Mal sorgfältig auf. Das Ganze war eh keine wissenschaftlich korrekte Arbeit, sonder eher spontanes chaotisches Rumprobieren zum Spaß. Ein ordentlicher Workflow geht anders. Ich gelobe Besserung!

      CS, gute Nacht oder wohl eher guten Morgen (01:16),
      Ralph

      • Thomas Schiffer

        Hallo Ralph,
        hier geht es ja nicht um Wissenschaftliches Arbeiten! Aber ich darf davon ausgehen, dass du den Thread eingestellt hast um persönlich weiter zu kommen. Deshalb war meine Frage: „Mit welchem Equipment
        arbeitest du“. Hier reicht doch eine kleine Tabelle oder Zusammenfassung.
        Beispiel:
        Montierung:
        Teleskop:
        Brennweite:
        Nachführung:
        Kamera:
        CF:
        Software:
        etc. Ich werde hierfür mal eine kleine Vorlage entstellen. …das macht es dem Leser einfacher.
        Ich selbst habe das Vixen VMC 200L nie getestet. Vielleicht kann einer dazu etwas sagen.
        Zum Thema Bildbearbeitung kann ich einen Workshop anbieten. Wichtig ist, dass Hans
        auch dabei ist.
        Wir bleiben am Thema damit sich der Spaßfaktor irgendwann erhöht 🙂
        CS Thomas
        Noch ein kleiner Tipp…ich selbst orientiere mich unter: http://www.astrobin.com/
        Hier gibt man in der Suche z.Bsp: das Teleskop ein oder die Kamera. Folgend kann man sehen,
        welche Resultate mit der Kombination oder einzeln erzielt werden können.
        PS: eine Kopiervorlage habe ich im Menü unter Informationen eingestellt.

  • Karl-Heinz van Heek

    Hallo Ralph,
    das sieht man doch den Fortschritt in der Bildbearbeitung enorm! Ich finde das Du mit Deiner Aufnahme schon recht zufrieden sein darfst, nicht zu letzt kommen wir alle nicht am miesen Seeing vorbei! Ich als Sonnenfreak habe ja auch ständig damit zu kämpfen, ich kann Dir in soweit versichern das auch Du irgendwann die eine oder andere spitzen Aufnahme machen wirst. Hilfe und Tips wirst Du mit Sicherheit hier bei uns finden……
    CS
    Kalle