M13 im Sommer bei minus 20 Grad 5


Hallo Sternfreunde,

in der Woche, wenn der Wecker sehr früh klingelt, sollte man nachts nicht mehr raus  :mrgreen:
Dennoch wollte ich meinen vorhandenen „Flattener“ mit der neuen Kamera testen. Dieser
war berechnet auf meine 5D MKII Kleinbildformat…die neue Kamera hat APS-C Größe
(äquivalente Brennweite durch Chip (1.456mm)).

Entschieden habe ich mich für M13 (auch wenn es bessere Objekte gibt) 16 Aufnahmen sollten es werden,
alle mit 120 Sekunden im Schmalband.

Jetzt wo es nachts nicht mehr wirklich dunkel wird, habe ich meine DSLR in der Vergangenheit gemieden,
Thema: Hohe Außentemperatur, Thermisches rauschen und Helligkeitshintergundrauschen.

Ziel der Schmalbandaufnahmen: Schwarzer Himmelshintergrund und minimales rauschen sowie
ein ebenes Bildfeld mit akzeptabler Sternabbildung.

Was geht mit 5 Zoll Öffnung bei mäßigem Himmel, hoher Luftfeuchtigkeit und geringer
Transparenz?

Hier das Ergebnis…

Ich denke es kann sich für 5″ sehen lassen, Brennweite: 910mm + APS-C / Filter: IR/UV cut
Kamera gekühlt auf minus 20 Grad

Mit der Nachführung / -Sternabbildung bin ich noch nicht 100% zufrieden. Daran werde ich weiterarbeiten.

hier noch ein 100% Ausschnitt…

Euch Allen eine gute Zeit und Restwoche,
CS Thomas


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5 Gedanken zu “M13 im Sommer bei minus 20 Grad

  • H. Joachim Klötzler

    Hallo Thomas,
    einen schönen Haufen hast du da aufgenommen und das bei – 20°C ! Der ist dir gut gelungen, alle Achtung. Deine Zielsetzung hast du auf jedenfall erreicht. Wieder ein Beispiel welches gut beweist, das mit Überlegung und zielstrebiger Arbeitsweise auch hier an unseren nicht so optimalen Standorten respektable Bilder zu schießen sind. MIt der Sternabbildung kannst du wohl zufrieden sein, den das Seeing macht auch matschige Sterne und wenn dann noch eine hohe Luftfeuchte dazu kommt …..
    Was mich noch interessieren würde, ich habe gelesen und von anderen Astrofreunden gehört, das sie bei einigen gekühlten Kameras ein Problem mit Taubildung im Gehäuse der Kamera hatten. Wenn man den Temperraturunterschied von -20°C zur Außentemperratur bedenkt, ist das ja nicht so ausgeschlossen. Wie wird das an deiner Kamera gelöst ? Würde mich pers. mal interessieren.
    Lieber Thomas, mach weiter so! Immer wieder interessant was du so treibst!
    Vielen Dank fürs zeigen.
    Mit Gewitter-Grüßen aus der Eifel
    Achim

    • Thomas Schiffer

      Hallo Achim,
      vielen Dank für dein Feedback zu M13 🙂
      Taubildung ist bei den neueren Kameras so gut wie gelöst. Der Chip liegt
      in einer isolierten Umgebung (Vakuum oder Argon) und wird beheizt.
      Damit wird ein „beschlagen oder vereisen“ ausgeschlossen. Restliche Feuchtigkeit
      wird durch eine Trockenpatrone aufgenommen (hält ca. 2 Jahre und kann ausgetauscht werden).
      Ein Delta (T) > 40°C ist schon beeindruckend nach 2 Minuten erreicht.
      In Bezug auf das „Rauschen“, gerade im Sommer möchte ich darauf nicht mehr verzichten.

      Mal schauen wann die nächsten Wolkenlücken kommen…
      Beste Grüße und CS, Thomas

      • H. Joachim Klötzler

        Hallo Thomas,
        vielen Dank für deine Rückmeldung zum Problem Taubildung. Hörst sich gut an, dann bleibt als Störfaktor“ nur“ das Wetter übrig.
        Wünsche dir viel Erfolg und schöne Deepskybilder mit diesem Teil.
        Beste Grüße und CS
        Achim

  • Karl-Heinz van Heek

    Hallo Thomas,
    du nimmst aber auch alles vor die Linse 😉 und das auch noch mit Erfolg!
    Klasse Aufnahme und für 5″ schön aufgelöst, mir gefällt es, mach weiter so…..
    Danke fürs Zeigen und Teilen und
    schönen Restfeierabend
    Kalle

    • Thomas Schiffer

      Hallo Kalle,
      vielen Dank für deine Rückmeldung zur Aufnahme!!
      Es ist eine andere Technik des Aufnehmens die mir Spaß bereitet und die Möglichkeiten
      erhöht, entgegen der lokalen Bedingungen…letztendlich braucht es nur noch einen wolkenfreien
      Himmel.
      Hoffe ihr bleibt von Unwettern verschont, die ja für die nächsten Tage hier angesagt sind.
      Beste Grüße und CS, Thomas