M31 diesmal ohne Nachführung 7


41+

So, Freunde der kühlen aber auch der lauwarmen Nächte,

Thomas wollte mal ein weniger gelungenens Bild sehen: Hier ist eins.

Mit dem kleinen Borg Fluoriten (90/500) auf der azimutalen Montierung war ich bei ziemlich klarem Himmel draußen. Hab‘ mir fast denselbigen abgefroren. Nach einem bisschen Mond visuell mit dem Bino wollte ich doch noch irgendwas mit der DSLR probieren. M31 war hinter den Bäumen aufgegangen, also da drauf.

Nach einigen unbrauchbaren Versuchen mit moderater Empfindlichkeit und vielen Strichspuren kam diese Aufnahme mit ISO 20000 und bloß noch 1,3 Sekunden. Kurze Striche sehe ich immer noch, kann aber auch sein, dass ich die Sensorstabilisierung versehentlich ein hatte.

M31 Ausschnittvergrößerung

Die Aufnahme ist aus der unbearbeiteten RAW-Datei entstanden. Ein bisschen schöner gehts mit Bearbeitung schon noch, aber ich wollte Euch das Machwerk roh zeigen. Man sieht die Fehler besser.

Wenn Mond und Wolken mal wieder weg sein sollten, setze ich das Equipment tatsächlich auf die G11.

 

CS
Ralph

 

 


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7 Gedanken zu “M31 diesmal ohne Nachführung

  • Karl Heinz van Heek

    Hallo Ralph,
    du bist ja auf dem besten Weg 😉 und ich freue mich auf mehr!
    Ich selber habe aber gestern einen Fehler gemacht und Unsinn geschrieben 🙁
    Ich hatte doch tatsächlich M51 im Kopf, M31 ja die konnte ich aber auch hier bei mir bei guten Himmel sehen,liegt aber schon etwas zurück….
    CS
    Kalle

  • Karl Heinz van Heek

    Hallo Ralph,
    wenn ich daran denke das ich hier bei mir in Aachen noch nie M31 sehen bzw. beobachten konnte, egal womit!
    Ja dann ist das eine irre Leistung für 1,3 Sekunden!
    Danke fürs Zeigen und Teilen
    Kalle

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Kalle,

      danke für das Lob!

      Siehst Du, der Eine lebt im Beobachtungs-Schlaraffenland und kriegt den Hintern nicht hoch und der Andere macht aus dem Öcher Dunstkessel heraus wunderschöne Sonnenbilder. Ich glaub‘, ich muss mich mal anstrengen.

      CS & bis Samstag
      Ralph

  • Thomas Schiffer

    Hallo Ralph,
    genau so soll es sein und es kommt sehr nahe an den visuellen Eindruck heran. Sehr gut gefällt mir die Auflösung der helleren Sterne und der nicht ausgebrannte Kern.
    Für alle eine authentische Abbildung der Möglichkeiten in Kombination mit der Technik.
    Wer hätte vor 10 bis 15 Jahren an M31 in 1,3 Sekunden gedacht? Bin gespannt auf den G11 Einsatz
    und bei der Brennweite bekommst du sie und die nahe Umgebung bestens abgebildet.
    Vielen Dank fürs zeigen und teilen und einen guten Start in die neue Woche, CS Thomas

    • Ralph Staiger Autor des Beitrags

      Hallo Thomas,

      danke für den schmeichelhaften Kommentar!

      Eigentlich hatte ich gehofft, den reichlich vorhandenen Weitwinkel-Platz um den Kern mit etwas von den Armen der armen Nachbarin aufzufüllen. War aber nix, 1,3 Sek. reichen halt nicht. Das „Problem“ ist aber lösbar. Entweder durch die G11 und Belichtungszeit, oder durch Geduld: Andromeda kommt ja irgendwann näher.

      Wenn man die sichtbaren Strichspuren genau anschaut, sieht man, dass sie nicht gerade verlaufen. Da ist irgendeine Bewegung mit drin. Deshalb glaube ich, das wäre fast punktförmig geworden bei der kurzen Belichtungszeit. Könnte wirklich die Bildstabilisierung gewesen sein, die etwas auszugleichen versucht hat. Wenn nicht, hat jemand eine Idee/Erfahrung, ob 1,3 Sek. solche Striche produzieren können, wenn alles sonst stimmt?

      Noch eine Frage an die Profis: In den Bildecken sieht man eine weitere Verzeichnung in den Strichspuren der Sterne, ebenso einen Farbsaum (meine ich wenigstens). Für den fotografischen Einsatz soll eigentlich zwingend ein speziell gerechneter sündhaft teurer Flattener in den Fluoriten eingesetzt werden, der das vermeiden würde – laut Werbung. Für mich klingt das plausibel, die Beispielbilder sehen gut aus und ich würde das nach der Ansparphase Anfang des Jahres machen. Was meint Ihr, ist das eine gute Idee?

      Gute Nacht, eine schöne Woche wünsche ich Euch.

      CS
      Ralph

      • Thomas Schiffer

        Hallo Ralph,
        da sind bei einer Spiegel DSLR zwei mögliche Störquellen:
        – die Bildstabilisierung (ausschalten) wenn nicht im Objektiv (System-abhängig)
        – das Umklappen des Spiegels (Spiegelvorauslösung)
        Grundsätzlich hat jedes optische System eine Verzeichnung außerhalb der optischen Achse,
        egal ob Spiegel oder Linse. An einem Flattener in deinem Fall, führt nichts vorbei.
        Sehr wichtig ist der Abstand zwischen Flattener und dem Kamera Chip. Der muss auf den Millimeter
        genau stimmen. Gute Händler passen das mit entsprechenden Adaptern genau an.
        Wenn es keine Canon oder Nikon ist, sollte man die Kamera Spezifikationen beim Hersteller
        erfragen und dem Händler mitteilen.
        Die Verzeichnung nimmt mit der Schnelligkeit (Öffnungsverhältnis) des Systems zu.
        Noch einen schönen Montag und beste Grüße, Thomas

        • Ralph Staiger Autor des Beitrags

          Hallo Thomas,

          danke für Deine Hinweise! Was ohne Flattener machbar ist, versuche ich sobald es geht umzusetzen. Dann sind diese Fehlerquellen schon mal raus. Die Fortsetzung kommt dann im Frühjahr.

          Derzeit fehlt nur noch die Optimierung des Wetters – ich arbeite dran.

          CS
          Ralph