Mars 08.10.2020 um 00.33h MESZ Az/h 45° (Gutekunst Compact ADC first light)

Am 7. Oktober am Nachmittag, erreichte mich ein DHL Packet, mit dem Inhalt: Gutekunst Compact  ADC. Ich hatte mich etwa anfangs September mit Hr. Gutekunst in Verbindung  gesetzt, da ich mich für sein ADC interessierte. Ich war angenehm überrascht, wie Hr. Gutekunst offen und hilfsbereit Auskunft gab. Es ging in dem Gespräch eigentlich kaum um sein ADC, sondern er hat mir sehr gute Tipps vermittelt, wie ich aus meinem aktuellen Pierro MKII ADC das absolute Optimum herausholen kann. Ich setzte auch alles um, und siehe da, die erzielten Ergebnisse wurden noch besser. Wir blieben per eMail im Kontakt und ich sendete ihm ab und zu Resultate, die ich nach seinen Vorschlägen erzielte, zur Ansicht zu. Hr. Gutekunst hat mir dann in einem weiteren Schreiben angeboten, dass er mir aus der neuen Produktion seiner ADC Ende September, einen ADC zu mehrmonatigen Testzwecken unverbindlich zur Verfügung stellt. Da staunte ich nicht schlecht…. Soviel zu der Vorgeschichte.

Kurz vor Mitternacht konnte ich trotz enormer Bewölkung nicht widerstehen, den Mars zu besuchen. Es war sehr schwierig, überhaupt an den Planten heranzukommen, da es nur selten genügend lange Lücken gab. Zwischenzeitlich hat es sogar noch geregnet….. aber was macht man nicht alles um an die Frucht der Nacht zu kommen, und noch wichtiger gleich das ADC erstmals einzusetzen. Für zwei AVI sollte es dann doch noch reichen. An der unschönen äusseren Form des finalen Mars-Bildes weiter unten sieht man, wie übelst sich auch noch das Seeing zu allem anderen Elend präsentierte.

Ich darf aber auch zugeben, dass ich wie üblich, die extremen äusseren Bedingungen noch fleissig aufputschte….. Denn, wer würde schon bei dem Seeing und Zirren in den kurzen offenen Lücken in den Wolken von max. 10min, mit 4800mm Brennweite bei 6″ Öffnung eine Beobachtung riskieren? 😈

So, kurz einmal das Seeing betrachtet:

Es ist für mich immer wieder faszinierend, was Programme wie mein bevorzugtes Autostakkert3 und viele andre natürlich auch, aus so einem durchgekauten AVI noch zu einem wirklich brauchbaren Summenbild zusammenrechnen können.

Dann stehen uns heutzutage hervorragende Bearbeitung-Programme zur Verfügung, die es uns ermöglichen, aus der anfänglichen AVI-Katastrophe schlussendlich noch so ein Endresultat erzeugen zu können.

 

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Hr. Martin Gutekunst, für sein grosszügiges Angebot das ADC testen zu dürfen.

Das Gutekunst Compact ADC sucht seines gleichen, das steht für mich jetzt schon fest. Mechanisch einfach ein Traum inkl. Bedienung. Dann der entscheidende Unterschied zu den herkömmlichen ADC! Diese haben zwei Prisma-Keile die durch gegenseitiges verdrehen, die Farbverschiebung (Rot und Blau) bedingt durch die Lichtbrechung unserer Atmosphäre, sehr gut korrigieren können. Je tiefer am Horizont beobachtet wird, um so extremer ist auch die Farbverschiebung und dadurch auch die Korrektur! Was aber wiederum durch die zwei Keile nachhaltig vermindert wird, ist die Beugungsbegrenzung der Optik. Das ist der springende Punkt, dem das Gutekunst ADC durch jeweils zwei verkittete Keile entgegenwirkt, und somit wird die hochkorrigierte Optik nicht in ihrer Qualität vermindert.

6″ Apo f8, TV 4x Powermate, GKC-ADC, ASI290mc + UV/IR Blockfilter.

CS und beste Grüsse aus der Schweiz, Jozef

Jozef Cukas

Baujahr 57. Mein Schwerpunkt bei der Astronomie gilt seit Herbst 2013 der Bildgewinnung der dynamischen Prozesse der Sonnenphänomene. Dies führte nicht zuletzt dazu, dass ich nach und nach auch entsprechende Hydrogenalphateleskope für meine stets wachsenden Ansprüche selbst realisierte. Astronomie allgemein, begeistert mich bereits seit 1996. Betste Grüße aus der Schweiz und allseits CS, Jozef

You may also like...