Messier 91 unter lokalen Grenzen

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Hallo Freunde der langen Mondnächte,

keine Nacht verläuft wie die vorherige! Etwas Dunst in der Atmosphäre und unser Mond strahlt noch mit 97,5% seiner Leuchtkraft,
dann kann man den natürlichen Kontrastfilter kaum noch durchdringen. Im visuellen Bereich gibt es eben Grenzen.
Jetzt sollte man spätestens das Bett aufsuchen oder sich sinnvollen Objekten am Nachthimmel widmen.
Aber Neugierde und etwas Ehrgeiz schalten den Verstand leider aus 😳

Ziel der Begierde war M 91, eine schöne Balken-Spiralgalaxie im Sternbild „Haar der Berenike“ – die visuelle Helligkeit liegt bei 10,1 mag


( © Stellarium)

Die ersten Aufnahmen am Ende der Dämmerung sahen recht gut aus bis unser Begleiter am Horizont aufstieg.
Das reichte aber noch nicht, der Himmel erleuchtete in einer weiß matten Strahlenglocke. Da helfen auch keine
Schmalbandaufnahmen.
Hier zu sehen in der ersten Aufnahmesequenz (Zeitraum 60 Minuten) erstes und letztes Bild

und mit aufsteigendem Mond wurde es noch gruseliger…
O.K. – einmal angefangen wird es auch durchgezogen – Wie Jan schon im Feedback zu M 102 bemerkt hat,
sind diese Galaxien keine Schmalbandobjekte für die Linien Ha / OIII / SII – dennoch verwende ich sie weil
Anteile der Struktur durch die Filter gelangen bei dunklem Himmelshintergrund.
Somit ergeben sich Summen aus:
R + Ha
G + OIII
B + SII
Das ist natürlich der Griff in die Trickkiste…aber Not macht erfinderisch 😆

Das Summenbild bleibt nun mal unter den Bedingungen bescheiden. Es zeigt aber auch deutlich den
Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Das war die Osterbeigabe 2019 bevor der blau-weiße Himmel sich verabschiedet…
und ich freue mich auf wirklich dunkle, klare Nächte 🙂

Euch Allen viel Erholung und bis demnächst, CS Thomas

 

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