Mond und Jupiter mit Io Transit 13/14 06.2019

62+

Hallo Zusammen.

Gestern sollte es mal ein ausgiebiger Tag der Sonnenbeobachtung werden, was allerdings Freund Seeing und aufkommende Bewölkung verhinderten. Ich widmete mich gemütlich meinem Neuem Kollegen auf der G11, um noch dies und das zu optimieren. Gegen den Abend klarte der Himmel komplett auf, und auf der Ostseite stand bereits mein nächstes Opfer parat. Ich ging mal in die Küche um mir Nogi Arrabiata zu kochen, um dann später gesättigt den Mond in Augenschein nehmen zu können. Was soll ich sagen….. es wurde eine laaaaange Nacht, da der Jupiter sich auch zum besuchen anbot. Erst nach 03.00h räumte ich alles zusammen, und viel kurz danach totmüde ins Bett.

Mondmosaik aus 15 Einzelbildern.

 

Bei der Sonne machen invertierte Ansichten ja Sinn, also warum nicht auch mal den Mond negativ darstellen. Ich finde, dass es zwar gewöhnungsbedürftig ist, aber zusätzlich auch informativ…. Zumal tauchen im Terminator doch noch par Details auf, wie z.B der Krater Cassendi.

 

Danach folgte eine kleine Erkundung bei 2400mm Brennweite.

Clavius, Maginus, Ticho und Co. 20.18h MESZ

 

Copernicus 20.30h MESZ.

 

Plato 20.38h MESZ.

 

Und bissel was bei der vollen Brennweite, 4800mm.

21.56h MESZ Clavius.

 

22.06h MESZ Rupes Recta, Parrot, Thebit, Arzachel.

 

22.03h MESZ Ticho.

 

Bei den letzten drei Aufnahmen wird es dem geübten Auge nicht entgangen sein, dass der Unschärfeverlauf etwas seltsam ist…….. meine Cam hat sich dummerweise gelöst, was ich bei dem geflacker gar nicht wahrnahm am Bildschirm, erst nach dem Stack. Nobody is perfect 😆

Egal, ich war eh schon längst durch einen auffällig hellen Punkt im Südosten abgelenkt….. na klar, der Jupiter. Na gut mal sehen was mit meiner Weltraumluppe da so zu sehen ist. Mein erstes Mal dieser Besuch des Gasriesen, und das sogleich bei den 4800mm Brennweite, da die Powermate 4x ja so gemütlich im Auszug steckte…. 😎

Zuerst musste ich rausknobeln, wie belichten, wie lange belichten, eben das was Erfahrungen so einen lehren. Am Anfang war ich bei wahnsinnigen 3500 Frames, die Belichtung Dauer ging entsprechend lange….. und ich musste ständig mit den Knöpfen der Steuerung herum hampeln, da die Montierung so in etwa ausgerichtet ist, um den lebendigen Schneeball gut zentriert zu hallten. Nach und nach reduzierte ich die Framezahl, und am Schluss war das eine echt entspannte Sache mit lockeren 600 Frames. Die etwas verbesserte Ausrichtung der Montierung brachte noch zusätzlich (zumindest für mich) Ruhe rein.

So, und das ist die Premiere, mein allererster Jupiter.   :mrgreen:   Schaut Euch die Aufnahmezeit genau an! ich lasse die Sekunden sonst weg!

22.22.20h MESZ Jupiter und Io.

 

Nach Mitternacht wurde das Gewaber deutlich besser und ich zog ein Avi nach dem anderen. Sogar am Bildschirm kamen Details zum Vorschein. Ich will Euch jetzt nicht mit unzähligen Bildchen zukleistern, daher erstellte ich zwei Animation des Transit von Io.

8 Bilder Ani, 22.22 – 23.31h MESZ

 

Und 25 Bildern Ani nach Mitternacht, 00.28 – 01.21h MESZ

 

Und zum Schluss der Session Jupiters Monde um 02.09h MESZ.

 

Equipment.

6″ f8 Apochromat auf Losmandy G11 mit Koch FS-2 Steuerung

2x und 4x TeleVue Powermate

Filter: Baader RGB-CCD 2″ R-Filter

Cam: PointGrey Grasshopper3

Software: Firecaptur, Autostakkert, ImPPG, PS CS5.

 

Schöne Grüße aus der Schweiz, Jozef

 

 

 

15.06.2019 19.30h MESZ Da ging es richtig zur Sache 😯

 

 

 

 

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