Stress – Test – update

Hallo Sternfreunde,

die zweite Nacht für einen Test mit dem MGEN III sollte es in sich haben. Das Seeing zu Beginn lag bei „3“ (/- 0.5) dazu zogen noch ein paar Wolkenfelder durch den Bildausschnitt.
Ein schönes funkeln der Sterne bis hinauf in den Zenit war deutlich auszumachen. Unter normalen Umständen ein „No-Go“ für Astro-Aufnahmen (zumindest bei meinem Setup).

Ziel war es herauszufinden wie sich das Guiding (gegenüber der Vornacht) bei den bescheidenden Rahmenbedingungen verhält.
Somit habe ich das System in Betrieb genommen und als Ziel NGC 3738 eingestellt. Eine hübsche  aktive irreguläre Zwerggalaxie (unter guten Bedingungen). Im gleichen Ausschnitt findet man noch NGC 3756 und den markanten Stern HD 100615.

Setup wie in der Vornacht: 12″ ASA f:3.6 / Kamera QHY 163M / EQ8 / MGEN 3

  • MGEN III eingeschaltet wie in der vorherigen Nacht – (8 bis 9 Sekunden mit „one push“ ) und schon konnte es losgehen! – immerhin noch mit 16 Sternen im Ausschnitt.

Software: Cartes du Ciel – zur Ansteuerung der EQ8

 

und für die Kamera: SharpCap Pro

Erstaunlich für mich unter den Umständen die erreichten FWHM Werte! – Für die Durchgänge L-R-G-B (100/60/60/60) habe ich den Live Stack eingesetzt.
Folglich nur noch die Summenbilder als *.FITs gespeichert.
Hätte ich geahnt wie gut unter den Umständen der MGEN III seine Arbeit ausführt…hätte ich die Einzelbilder gespeichert. (hätte, hätte Fahrradkette…)

Es kam aber noch besser, Wolkenbänder zogen durch den Bildausschnitt – auch das konnte den MGEN III nicht beeindrucken oder aus dem Konzept bringen. Wie beim Vorgängermodell
wurde das Guiding an richtiger Stelle bei auftauchenden Sternen wieder aufgesetzt.

Bei der letzten Belichtungsreihe (B-Kanal) kippte das Seeing weiter…

was dabei wohl rauskommen soll ??

Zwanzig Minuten später hatte ich dennoch meine 60 Bilder im Kasten – das sollte reichen für eine erste Sichtung.
Es ging mir nicht um ein qualitativ gutes Astrofoto – dafür stimmten die Parameter nicht // Gain – Belichtungszeit etc. sondern wie verhält sich der MGEN.

Hier nun die Resultate (Summenbild im L-Kanal) :

L-Kanal Bild Mitte oben (4:1) L-Kanal Bild Mitte (4:1) L-Kanal Bild Mitte unten (4:1) L-Kanal Sterntrennung (1:1)

Das Ergebnis hat mich mehr als überzeugt! Der MGEN III macht an meinem Setup einen hervorragenden Job. Somit öffnen sich neue Wege auch unter bescheidenen Bedingungen sein Hobby auszuüben.

An der Stelle ein großes Dankeschön an die Entwickler, Techniker und Ingenieure zu diesem Produkt.

Zu guter letzt das Summenbild (keine Schönheit – aber darum ging es mir nicht)

Update – 18.05.2020

von letzter Nacht – 100 Bilder Gain 250 a‘ 30 Sekunden. Fast im Zenit und somit eine weitere Herausforderung für die Montierung und den MGEN III – Im Ausschnitt #1: 51 Sterne!
Das Seeing lag bei 4 (+/-)

Messier 101 / Luminanz -Kanal Summenbild – keine Bearbeitung in PS oder LR etc.

Auszug aus Astrometry.net (mit geringer Auflösung)

Euch Allen wünsche ich noch einen schönen Sonntag 🙂
bis demnächst
CS, Thomas

Thomas Schiffer

Admin, Fotografie, Deepsky, Astroreisen

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3 Responses

  1. Siegfried Friedl sagt:

    Hi.
    Und auch hier wieder. Super informativ.
    Gibt’s nix zu meckern! 🙂
    Und M101 ist echt der Hammer und nicht mal bearbeitet.

    Werde dein Ausrutscher („Nächte der Erkenntnis“) mal durchgehen lassen.

    Siggi

    • Thomas Schiffer sagt:

      Hallo Siggi,
      ich freue mich sehr über dein Feedback zum Bericht.
      Nun, ich habe nicht schlecht gestaunt, wie sich M 101 vor meinen Augen entwickelt hat. Nun folgen noch viele kleine Schritte zum Tuning 🙂
      PS. „Nächte der Erkenntnis habe ich schon ernst gemeint“ – Die Blechdosen sind eine Pest …
      In dem Sinne, beste Grüße und bis demnächst, Thomas

  1. 20 Mai, 2020

    […] Stress – Test – update […]

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